Ancre près de la plage de Trénez

Die große Rundwanderung Trénez-Bélon: zwischen Land, Ria und Zöllnerpfad

Dauer: ca. 9 km, 3 Stunden.

Chapelle Notre dame de Lanriot

In der Gemeinde Moëlan-sur-Mer verbindet diese Rundwanderung zwei ganz unterschiedliche Landschaften: die ländliche Hinterlandgegend rund um Kerdoualen und die felsige Küste, die sich von Trénez bis zur Mündung des Bélon bei Kerfany erstreckt. Eine facettenreiche Route, bei der das Meer den roten Faden bildet.

Der Start erfolgt am Strand von Trénez, wo ein kurioser englischer Doppeldeckerbus thront, der zu einem Restaurant mit Meerblick umgebaut wurde und während der Sommersaison geöffnet ist: L’Oxy More. Ein idealer Zwischenstopp, um den Ausflug nach Abschluss der Rundwanderung noch zu verlängern – mit dem Strand und dem Meereshorizont als Kulisse. Gegenüber führt bei Ebbe sogar eine Furt zur Île Percée, einer ehemaligen Festungsanlage der deutschen Besatzer aus dem Zweiten Weltkrieg: Die Pfeiler der Brücke, die einst den Strand mit den Bunkeranlagen verband, sind noch immer zu sehen.

Die Kulisse: zwei sich ergänzende Stimmungen

Auf dem Hinweg entfernt sich der Weg von der Küste und führt landeinwärts in Richtung des Weilers Kerdoualen. Die Landschaft wird intimer: kleine Landstraßen, Steinmauern, für die Region Moëlan typische Weiler, mit einigen Ausblicken auf Schieferdächer und umzäunte Gärten. Es ist eine ruhige Wanderung, geschützt vor dem Wind, bevor es den Bélon hinunter zum Strand von Kerfany an der Mündung der Ria geht.

Auf dem Rückweg folgt die Route dem Küstenweg GR34, dem berühmten Zöllnerpfad, der dicht an der Küste entlangführt: vorbei am „grauen Strand“, dann Blick auf den „Amer“ (dieses gemauerte Wahrzeichen, das traditionell den Seeleuten als Orientierung dient), bevor man die Bucht von Gorgen und anschließend Trénez erreicht. Dieser etwas anspruchsvollere Abschnitt wechselt zwischen Felsvorsprüngen, kleinen Buchten und freien Ausblicken auf den Ozean und die Île Percée.

Die durchquerte Vegetation

  • Im landeinwärts gelegenen Teil (in Richtung Kerdoualen): klassische bretonische Heckenlandschaft – lebende Hecken, Kastanien- und Eichenbäume am Wegesrand, mit Farnen und Brombeersträuchern bewachsene Böschungen, von niedrigen Mauerchen umschlossene Wiesen.
  • Auf dem Küstenweg (GR34): salzspritzresistente Küstenheide – Stechginster, Heidekraut, Ginster, vom Wind gepeitschte kurze Gräser, mit einigen knorrigen Seekiefern, die sich an den Felsvorsprüngen festklammern.
  • In der Umgebung von Kerfany und der Ria: feuchtere Vegetation im Talgrund, mit Schilf und Weiden in der Nähe der kleinen Bäche, die in den Bélon münden.
  • Rund um Trénez und die Île Percée: Flache Dünen und niedrige, an Sand und Salz angepasste Pflanzen zwischen aerohalinen Rasenflächen und mit Flechten bewachsenen Felsen.

Was man unterwegs entdeckt

  • Der Strand von Trénez und gegenüber die Île Percée, die bei Ebbe zu Fuß erreichbar ist, mit den Überresten von Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg.
  • Der Weiler Kerdoualen mit seinen kleinen Landstraßen.
  • Der Strand von Kerfany an der Mündung des Bélon mit der Landzunge von Kerfany, dem Kriegerdenkmal von Kerfany-les-Pins und den benachbarten Gedenksteinen. In der Ferne am Aven der Strand von Port-Manech.
  • Der Küstenwanderweg GR34 (Zollweg), der „graue Strand“, der Amer und die Bucht von Gorgen auf dem Rückweg nach Trénez.

Zusammenfassung

Eine Rundwanderung mit zwei Gesichtern: auf dem Hinweg eine beschauliche Wanderung durch die Heckenlandschaft, auf dem Rückweg ein abwechslungsreicherer Weg auf dem Zöllnerpfad, zwischen kleinen Buchten, Küstenheide und Ausblicken auf den Ozean. So lässt sich in einem einzigen Ausflug sowohl das Hinterland als auch das offene Meer genießen.

Und zum Abschluss der Wanderung kehren wir zum Ausgangspunkt, dem Strand von Trénez, zurück, wo die Terrasse des „L’Oxy More“ mit ihrem Meerblick auf uns wartet: eine wohlverdiente Pause, bevor wir uns wieder auf den Weg machen.


Veröffentlicht am:4 Juli 2026  -  Abgelegt unter:Wanderungen


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